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Ein Essensexperiment: Pfannenpizza




Seit mehr als einem Jahr touren wir mit unserem Gerdi durch Australien. Wir haben alles dabei, was man zum Glücklichsein braucht – zwei Herdplatten, jede Menge Kochutensilien und leckere Zutaten. Doch etwas fehlt uns sehr: ein Ofen. Kein frischgebackener Kuchen, keine Aufläufe und vor allem keine selbstgebackene Pizza. Leider konnten auch die Bestelldienste in Australien nicht überzeugen und so wurde unser Verlagen so stark, dass wir es eines Tages einfach mal versuchten – eine Pfannenpizza. Die anfängliche Skepsis verwandelte sich schnell in Begeisterung und so gehört die Pizza aus der Pfanne heute zu unseren Standardrezepten. Probier es selbst mal aus und sag uns, was du davon hälst.

Zutaten

Für den Boden
200 g Mehl (Vollkorn)
100 ml lauwarmes Wasser
1 EL Olivenöl
15 g frische Hefe oder 1 TL Trockenhefe
1 TL Salz 
1/2 TL Zucker

Alternativ: 1 Fertigpizzaboden 


Für den Belag
1 Tomatensoße
100 g Streukäse

Und dann sind deiner Fantasie keine Grenzen gesetzt. Du kannst alles auf deine Pizza packen, was du gern isst. Doch beachte, dass du die Pizza nicht überlädst. Da sie nur von unten Hitze bekommt, dauert es länger den Belag zu erwärmen. 

Unsere beiden Lieblingsvarianten sind ziemlich simpel:
"Tiefseetaucher"
50 g geräucherter Lachs
50 g Feta
1 Frühlingszwiebeln
kl. Päckchen Rucola 

"Gackerndes Huhn" 
50 g Hähnchenbrust
1 kl. Zwiebeln
1 kl. Paprika
3 Champignons

Zubereitung

Der Boden
1. Nimm den Fertigboden aus der Verpackung und voilà, du bist fertig. :-) Oder du versuchst diese ebenfalls einfache Variante: Gib das Mehl in eine Schüssel und forme eine kleine Kuhle in der Mitte. In diese gibst du die Hefe, das Wasser, den Zucker, das Salz und das Öl. Verrühre das Ganze vorsichtig und knete es zu einem glatten, geschmeidigen Teig. Der Teig sollte dann an einem warmen Ort für ca. eine Stunde gehen. 
2. Anschließend wird der Teig dünn ausgerollt. Du hast kein Nudelholz zur Verfügung? Kein Problem. Probier es mit einer Flasche oder auch einem großen Glas. Zur Not kann der Teig auch mit der Hand ausgestrichen werden. 
3. Nun muss der Teig "gebacken" werden. Dazu kommt er in eine große Pfanne und wird zugedeckt. Lass ihn ca. 20-30 Minuten über dem Feuer "backen". Vergiss das Wenden nicht! Bedenke, dass der Teig anschließend noch einmal Hitze von einer Seite erhält, wenn der Belag hinzugefügt wird. Lass ihn demnach von der anderen Seite ein wenig länger "backen".




Der Belag 
1. Da die Pizza nicht in den Ofen wandert und der Belag somit nicht wirklich gebacken wird, müssen alle rohen Zutaten wie z. B. das Hähnchenfleisch, die Zwiebeln, die Paprika und eventuell auch die Pilze vorher angebraten oder gegart werden. Zunächst schneide also diese Zutaten in gleich große Stücke und brate sie in einer Pfanne an bis sie durch sind. 
2. Jetzt sind die übrigen Zutaten an der Reihe, die keine "Vorbehandlung" benötigen. Dazu gehören z. B. der geräucherte Lachs, der Rucola, der Feta und die Frühlingszwiebeln. Diese schneidest du einfach in kleine Stücke. 
3.  Nun geht es ans Eingemachte – das Belegen des Pizzabodens. Zunächst verteilst du die Tomatensoße auf dem Boden, dann kommen die Zutaten deiner Wahl und zum Schluss der Streukäse. Achtung: Bei der Pizza "Tiefseetaucher" kommen der Feta und der Rucola erst später zu ihrem Auftritt.
4. Deck die Pfanne mit einem Deckel zu und lass die Pizza ca. 10 Minuten bei geringer Hitze "backen". Kontrollier ab und an, dass dein Boden nicht von der Unterseite anbrennt. Dann solltest du die Hitze reduzieren. 
5. Nun sollte die Pfannenpizza fertig sein. Nimm sie aus der Pfanne und richte sie schön an. Der "Tiefseetaucher" bekommt nun sein Finsih: Verteile den Feta und Rucola großzügig auf der Pizza. 
6. Das Wichtigste: Lass es dir schmecken!



Solltest du wie wir im Moment leider nicht über einen Ofen verfügen und dein Magen ruft ganz laut nach einer selbstgemachten Pizza, dann wag dich doch einfach mal an diese Variante heran. Ich gebe zu, es ist nicht 100% wie eine Ofenpizza, doch für uns eine tolle Alternative. 


Hast du´s ausprobiert? Dann erzähl uns doch mal wie es gelungen ist! Welche außergewöhnliche Kreation hast du denn entworfen?  

Nicki
04.11.2015

Kommentare:

  1. Hmmm..das klingt voll lecker! Muss ich bald mal ausprobieren.

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    1. Ich habe auch gleich wieder Lust bekommen :-).
      Solltest du es mal ausprobieren, berichte gerne, wie es funktioniert hat.
      Ganz liebe Grüße, Nicki

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  2. Ich habe auch mal eine Pizza in der Pfanne gemacht und erinnere mich nicht, den Teig vorher gebacken zu haben. Wenn er dünn genug ausgerollt ist, wird er m.E. auch mit den Zutaten zusammen durch. Aber wird dann, glaube ich, weniger fluffig als im Ofen.
    Außerdem gebe ich Öl, Salz und den Großteil des Wassers erst hinzu, wenn der Teig "gegangen" ist. Das heißt: Ich mache auch eine Kuhle, dort hinein gebe ich die zerkleinerte Hefe, eine Prise Zucker und einen Schluck vom handwarmen Wasser. Das lasse ich (30-60 Min.) zugedeckt an einem warmen Ort "gehen" und danach kommen Öl, der Rest vom Wasser, Salz u.Ä. dazu. Das wird dann alles verrührt und verknetet.
    Jedenfalls ein tolles Rezept! Ich liebe Rucola oder jungen Spinat auf meiner Pizza. Meine Liebingskombination: Parmaschicken, Rucola und Feta (und vielleicht noch ein paar Sonnenblumenkerne im Teig). :o)
    Danke für die schöne Idee, da habe ich gleich Appetit bekommen!

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    1. Vielen Dank für die tollen Hinweise.
      Ich hatte tatsächlich auch schon mal gelesen, dass der Teig vorher gar nicht gebacken werden muss. Ich werde das das nächste Mal auf jeden Fall ausprobieren. Auch deine "Prozedur" werde ich mal versuchen. Auch das hatte ich vorher schon mal gelesen. Ich gebe zu, ich bin meistens einfach zu ungeduldig und möchte alles ruck zuck :-).
      Aber vor allem gefällt mir deine Kreation. Sonnenblumenkerne im Teig. Und Parmaschinken. Das klingt göttlich! Steht schon auf der nächsten Einkaufsliste.
      Ganz liebe Grüße, Nicki

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  3. Ja, das mit den Sonnenblumenkernen hatte ich mal bei einer Joeys Pizza-- relativ unspektakulär! :oD Aber dein Teig auf dem Bild sieht jedenfalls auch sehr gut gegangen und fluffig aus, also scheint deine "Prozedur" ja auch gut zu funktionieren. Einen letzten Tipp habe ich noch von meiner "Schwiegeroma" bekommen: Damit Teig schön fluffig wird, gibt sie Sprudelwasser dazu (für Eierkuchen und so). Habs aber auch noch nicht probiert. Liebe Grüße!

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    1. Das ist ein toller Tipp. Sprudelwasser gebe ich immer beim Backen von Kuchen hinzu und es funktioniert wunderbar. Leider trinke ich nicht so gern Sprudelwasser und so lohnt es sich meist nicht eine ganze Flasche zu kaufen.
      Ganz liebe Grüße,
      Nicki

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