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BARFUSS auf Gili Meno

BARFUSS auf Gili Meno
Gili Meno, Indonesien - Juli 2015




Gerade einmal 400 Einwohner und eventuell die ein oder andere Miezekatze bevölkern die mittlere der drei Gili-Inseln - Gili Meno. Dazu gesellen sich unzählige blaue Korallen, Meeresschildkröten und sogar die kuriosen Weihnachtsbaumwürmer. Gepaart mit wunderschönen Stränden, nur einer handvoll Zimmer und dem Fehlen jeglicher motorisierter Fahrzeuge macht genau das den Charme dieser Miniinsel aus.




Einmal den Fängen der vielen Verkäufer entkommen, steigt man in ein kleines Boot, lässt sich gemütlich zur ca. 30 Minuten entfernten Insel bringen und hat ab diesem Zeitpunkt nur noch folgende Dinge zu tun: 

1. Die wohl wichtigste Amtshandlung zu Beginn: Flip Flops ausziehen, gaaanz unten im Rucksack verbergen und erst bei Abreise wieder herauskramen. Damit ist das Wichtigste erledigt. Man kann sich nun auf die angenehmen Dinge konzentrieren und die Seele baumeln lassen. Denn dazu ist man wahrscheinlich gekommen. 

2. Suche der Unterkunft: So einfach sollte die Entscheidung noch nie gefallen sein, denn die Auswahl ist gering. Wer zur Hochsaison nichts im Voraus gebucht hat, wird sicher nur noch einige wenige Zimmer frei vorfinden. Die Insel ist allerdings innerhalb ein bis zwei Stunden zu Fuß umrundbar und so kann man sich leicht einen Überblick verschaffen. Hat man dann eine der süßen Hütten direkt am Strand, am besten mit ausreichend Chillax-Möglichkeiten, ergattert, kann der Tag nur noch besser werden. 

3. Platziere deinen - ausreichend eingecremten - Luxuskörper ;-) am Strand, wahlweise in einer Hängematte, einer gemütlichen Liege oder auch direkt im warmen, weichen Sand, und bewege dich ab jetzt nicht mehr bzw. so selten wie möglich. Wir sollten ja nicht vergessen, dass man ab und an auch ein neues kühles Getränk oder einen Snack ordern sollte. Dazu dreht man sich in regelmäßigen Abständen von der einen zur anderen Seite, blättert sein Buch um oder zappt sich durch die Liederauswahl im iPod. Und ehe man sich versieht ist der Tag rum und es ist Zeit zum Abendessen. 

4. Das Abendessen: Eine meiner Lieblingsbeschäftigungen. Ich gestehe, auch hier ist die Auswahl gering. Doch, es gibt ein Aber. Denn auch wenn es nur ein paar wenige Restaurants gibt und diese auch noch ein ziemlich ähnliches Angebot anbieten, gibt es fast täglich ein Barbecue mit fangfrischem Fisch. And this made my day! Übrigens fast jeden Tag ;-). 

5. Sollte einem - man weiß ja nie - doch einmal ein ganz kleiner Anflug von Langeweile überkommen und man hat die anstrengende Umrundung der süßen Insel schon absolviert, bleibt einem nur noch eins: Schnorcheln! Ach ja, oder auch Tauchen. Doch zurück zum Schnorcheln. Du leihst dir also Maske, Schnorchel und Flossen aus und trottest geschwächt vom vielen Faulenzen in das glasklare Wasser und bam, da ist sie auf einmal - eine Meeresschildkröte. Du bist so baff, dass sie wahrscheinlich schneller weg ist als du gucken kannst. Doch kaum hast du dich von deinem Schock erholt, schwimmt die nächste an dir vorbei. Diese wunderschönen, großen und eleganten Tiere. Ganz nah. Diesmal schwimmst du hinterher und bestaunst all ihre Aktivitäten. Wie sie an einer Koralle knabbert, an die Wasseroberfläche schwimmt, um Luft zu holen und vielleicht auch wie sie einen riesen Schiss loslässt :-). Und das wird dich sicher so sehr faszinieren, dass du immer und immer wieder ins Wasser läufst, um schnorcheln zu gehen. Und so ist es dahin mit dem entspannten Faulenzen. Doch manche Opfer müssen einfach gebracht werden. 



Dann wachst du eines morgens auf und der Tag der Abreise ist plötzlich da. Ganz unerwartet. Möglicherweise wurde er ja sogar um den ein oder anderen Tag bereits herausgeschoben. Bei einzelnen soll das ja schon mal vorgekommen sein...
Du holst also die Flip Flops aus den Tiefen deines Gepäcks hervor, setzt dich wieder in ein kleines Bötchen und wirst sicher das Schwimmen mit den wunderschönen Meeresschildkröten nie vergessen.

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