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Bali – Insel der vielen Gesichter

Bali – Insel der vielen Gesichter
Bali, Indonesien – Juli 2015



Indonesien – ein Land der Superlative. Mit 17.508 Inseln ist es der weltgrößte Inselstaat sowie mit ca. 240 Millionen Einwohnern das viertbevölkerungsreichste Land der Welt. So weit, so gut.

17.508 Inseln! Das heißt, es gibt eine Menge zu sehen. Indonesien hat alles zu bieten, was man sich wünschen kann – von Wasserfällen, dichtem Dschungel und glasklaren Seen zu wilden Tieren und wunderschönen Tempelanlagen bis hin zu unzähligen Vulkanen, Reisterrassen und Traumstränden. Man kann sich also nicht beschweren. Es sei denn..., doch, einen Punkt gibt es da. Denn wie zum Teufel soll man sich für eine der Insel entscheiden? Man hat die Qual der Wahl!

Bali, eine der meistbesuchten Inseln Indonesiens, ist sicher kein Geheimtipp mehr. Doch das sollte dich keineswegs davon abhalten diese wunderschöne und facettenreiche Inseln einmal zu besuchen.
Bali bietet das volle Programm: postkartentaugliche Badestrände, leuchtend grüne Reisterrassen, abgelegene Tempel und die wahrscheinlich besten Restaurants Indonesiens. Und ja, abseits beliebter Strandorte wie Kuta und touristischer Hochburgen kann man den Touristenmassen noch immer entgehen. Was man dafür benötigt? Mobilität und Flexibilität! Am besten mietet man sich einen Roller, düst mit Freunden durch die Gegend und lässt sich treiben (Für weniger Abenteuerlustige bietet sich als Alternative das Mietet eines Autos mit Fahrer an. Auf Bali noch relativ preiswert). So kann man völlig frei die Insel erkunden und die schönsten Entdeckungen machen: grimmige Figuren, die die Eingänge kleinster Tempel bewachen, schwebende Drachen über grün leuchtenden Reisterrassen oder auch riese Bäumen mit meterlangen Wurzeln. Lachende Kinder rennen hinter einem her und winken aufgeregt. Der Wind weht in den Haaren und der Roller bringt dich überall hin, wo du nur möchtest. Freiheit pur.



Was man auf seinem Roadtrip keinesfalls verpassen sollte? Hier ein paar Anregungen:

Ubud: Der perfekte Ausgangspunkt. Hier kannst du in Ruhe ankommen und dich akklimatisieren. Bevor du die Insel auf eigene Faust erkundest, solltest du dich ein wenig in diesem kleinen Örtchen umsehen. Mit seinen unzähligen Galerien, Museen und den allabendlichen, traditionellen Tanzaufführungen gilt es als kulturelles Highlight Balis. Du kannst über bunte Märkte schlendern, durch riesige Reisterrassen wandern, den Monkey Forest besuchen und dir die Sonnenbrille klauen lassen oder dich einfach durch die kulinarischen Angebote futtern. Dann geht´s los. Ein Roller kann hier günstig (ca. 50.000 Rp pro Tag) für beliebig viele Tage ausgeliehen werden.



Affenwald von Sangeh: Wer ohne Touristenmassen, völlig ungestört, Makaken erleben möchte, wird diesen Ort lieben. Der Parkplatz war leer und weit und breit kein Tourist zu sehen. Mitten in einem dichten, märchenhaften Wald liegt nördlich des Dorfes Sangeh der Affenwald Pura Bukit Sari. Man schlendert durch die 14 ha große Parkanlage, vorbei an der riesigen Statue des Gottes des Schlafes, einem moosbewachsenen Tempel aus dem 17. Jh. und bis zu 50 m hohen Pala-Bäumen. Wo man geht und steht, begegnet man den frechen Makaken. Ein Führer, der einen durch den Wald lotst und den richtigen Umgang mit den Affen zeigt, ist empfehlenswert.
Öffnungszeiten: 7-18 Uhr; Eintritt: 25.000 Rp; Führer erwartet kleine Spende


Wasserfall Tegenungan: Lust auf eine kleine Abkühlung? Dann nichts wie hin zu diesem beeindruckenden und noch nicht so bekannten Wasserfall. Hier kann man an mehreren Stellen baden und eine natürliche Dusche unter dem Wasserfall genießen. Wer sich traut kann sogar einen Blick hinter den Wasserfall werfen und die Kraft des Wassers direkt erleben.
Eintritt: 15.000 Rp





Elefantenhöhle Goa Gajah: Weiter geht´s zu einer etwas bekannteren Sehenswürdigkeit im Zentrum der Insel. Bekannt ist die aus dem 11. Jh. stammende Anlage für die sogenannte "Elefantenhöle", doch sie hat noch weitaus mehr zu bieten: Steigt man in die Schlucht hinab, findet man weitere Ruinen und einen wunderschönen Wald, in dem überall Steinfiguren stehen.
Eintritt: 15.000 Rp





Bergheiligtum Gunung Kawi: Unter Touristen relativ bekannt und dennoch nicht überlaufen. Hat man sich einmal an den unzähligen Souvenirverkäufern vorbeigemogelt und ist die 286 in den Fels gehauen Stufen hinuntergestelzt, liegt vor einem eine prachtvolle Anlage. Aus zwei gegenüberliegenden Felswänden wurden neun bis zu sieben Meter hohe Monumente gemeißelt. Außerdem lassen sich im Tal an mehreren idyllisch gelegenen Plätzen ebenfalls aus Felswänden ausgemeißelte Höhlen finden.
Eintritt: 15.000 Rp




Wassertempel Pura Tirta Empul: Ohne Vorbehalte absolut empfehlenswert. Dieser Ort, einer der beliebtesten Wallfahrtsziele Balis, zeichnet sich durch eine einzigartige Atmosphäre aus. Schon seit über 1000 Jahren baden die Balinesen in dem heiligen Wasser, dass sich aus 12 Fontänen in die Becken ergießt. Das Wasser verheißt sowohl spirituelle Reinigung als auch körperliche Heilung. Hat nicht gerade ein Bus voller Touristen vor den Toren Halt gemacht, kann man stundenlang an diesem magischen Ort verweilen und die Einheimischen bei der rituellen Reinigung beobachten.
Eintritt: 15.000 Rp



Tempelanlage Pura Besakih: Weiter geht´s in den Osten der Insel. Hier liegt der größte, älteste und heiligste Tempel Balis, der von allen Balinesen als "Muttertempel" verehrt wird. Jedes ehemalige Königshaus, jeder Familienclan und jede Berufsgruppe ist hier mit einem eigenen Tempel vertreten. Ein früher Besuch lohnt sich, denn ab ca. 11 Uhr liegt die Tempelanlage oftmals in den Wolken. Zudem lohnt sich eine kleine Recherche, um nicht den Tricks der Einheimischen zu verfallen. Besteh unbedingt auf den offiziellen Eintrittspreis, lass dir keine "Geschenke" von kleinen Kindern andrehen, lauf die ein Kilometer lange Strecke zum Tempeleingang und verhandel unbedingt vor der Besichtigung den Preis mit einem eventuellen Guide.
Eintritt: 15.000 Rp; Guide: ca. 60.000 Rp

Batur-Massiv: Nach jeder Menge Kultur gibt es im Nordosten Balis eine kleine Abwechslung. Bei einer Fahrt durch das von Witterung und Vulkanismus geprägten Berglandes um den Gunung Batur, eröffnen sich die rauen landschaftlichen Facetten des balinesischen Hochlandes. In 1450 Metern Höhe hat man in Penelokan einen wunderbaren Blick auf den Berg und den dazugehörigen Kratersee. Wer genug hat vom Fahren kann hier aktiv werden und den Gunung Batur in einer Tagestour besteigen. Der Aufstieg beginnt meist gegen 3 Uhr morgens und findet mit einem Picknick auf dem Gipfel zum Sonnenaufgang seinen Höhepunkt. Bei guter Sicht ein unvergessliches Erlebnis. Tipp: Unbedingt warme Sachen einpacken!
Trekkingtour: ca. 250.000 Rp p. P.;

Lovina: Nachdem man sich in den Bergen Frostbeulen geholt hat, geht es zurück an den Strand. Der ausgedehnte Küstenabschnitt zieht viele Besucher an, die dem Trubel von Kuta entkommen wollen. Da der schwarze Sandstrand hier nicht ganz so schön und breit ist, geht es deutlich ruhiger zu. Die Hauptattraktionen waren für uns nicht die Delphinen, sondern die zahlreichen guten Restaurants. Vor allem das Global Village Kafé hat es uns mit seinen günstigen und leckeren Gerichten angetan. Das Non-Profit-Restaurant unterstützt arme Familien in Form von Ausbildungen und medizinischer Versorgung.;




Pemuteran: Als kleines Dorf im Nordwesten Balis ist es bis jetzt weitgehend von den Auswirkungen des Tourismus verschont geblieben und hat sich seinen ursprünglichen Charakter bewahrt. Zusammen mit einer ganzen Menge Glück hat uns das wahrscheinlich eines der besten Erlebnisse unserer Indonesienreise beschert. Durch Zufall nahmen wir eine falsche Abbiegung und gerieten mitten in eine hinduistische Beerdigungszeremonie. Es gab Gebete und Opfergaben, Segnungen und Tänze. Ein Gamelan-Orchester spielte. Schließlich wurde die Asche des Verstorbenen auf einem Bambusturm befestigt und dem Meer übergeben. Einzigartig.



Bedugul: Von hier aus kann man zunächst über den kleinen Markt in Candi Kuning schlendern und sich mit frischen Erdbeeren eindecken, um im Anschluss, rund 8 km nördlich von Bedugul, durch eine der landschaftlich schönsten Strecken von Bali zu fahren. Man folgt der Straße nach Westen, fährt durch einen märchenhaften Wald, durch kleine Dörfer und immer mit einem fantatstischen Blick auf die beiden Seen Danau Buyan und Danau Tamblingan. Von hier sind es nur ca. zwei Stunden zurück nach Ubud. Oder du machst noch den ein oder anderen spontanen Halt und machst noch mehr tolle Entdeckungen.




Sonstige Aktivitäten
  • Tanzaufführung in Ubud
  • Wanderung durch die Reisterassen in Jatiluwih
  • Sonnenuntergang am Tempel Tanah Lot
  • Besuch des botanischen Gartens in Bedugul
  • Tauchen vor den Nusa-Inseln
  • Surfen in Kuta










Also nichts wie los. Und keine Angst, Bali ist mit seinen 5.780 km² eine relativ kleine Insel. Die Fahrtzeiten sind nie länger als 3 Stunden. Und merkst du nach einer Weile doch mal dein Popöchen rumoren, dann du bist du dein eigener Boss, hälst an und entdeckst etwas völlig Neues.


Du hast Gefallen an Indonesien gefunden? Dann interessiert dich vielleicht auch unser letzter Artikel über die, nahe der Küste Lomboks gelegene, INSEL GILI MENO.

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